Alkohol.
Man kann nicht über Alkohol schreiben. Genauso wie „Über Sex kann man nur auf Englisch singen.“ Denn alles was man schreibt klingt gleich so, als wäre man alkoholsüchtig. Aber ich versuche das jetzt weitestgehend zu ignorieren.
Jeder trinkt ja mal was, egal ob auf einer Party, einem Schützenfest, einem feierlichen Anlass oder auch vor der Party, wobei letzteres ja wieder auf den ersten Punkt hinausläuft, aber weitaus günstiger ist. Und schon klingt es wieder wie der erhobene Zeigefinger im Sinne von „Eigentlich ist das nicht gut, aber viele machen es trotzdem.“ Und? Gegen ein bisschen heitere Stimmung ist ja nichts einzuwenden, im Gegenteil. Klar, man kann dann wieder mit dem Klischeeargument arrivieren und sagen, dass es schon peinlich ist, dass man ohne Alkohol gar keinen Spaß hätte. Und das stimmt genauso wenig, man kann ja so auch Spaß haben, das gleicht sich doch relativ aus?! Nur, dass dieser Spaß auf einer anderen Ebene herrscht. Ich persönlich kann einfach nur tanzen, wenn ich zumindest ansatzweise alkoholisiert bin oder auf einem Konzert. Oder um Web 2.0-Portal-Gruppen zu zitieren: „Nüchtern fühle ich mich immer so beobachtet beim Tanzen.“ Worauf ich letztendlich hinaus möchte ist der übermäßige Konsum. Egal wo man ist, irgendwer hat dann doch immer ein bisschen zu tief ins Glas geschaut, im besten Fall einer der engeren Freunde (wobei ich hier von Glück reden kann, dass das seltener der Fall ist) und man sich anschließend um diese Personen kümmern muss. Gestern auf dem 19. Geburtstag dreier Mädchen aus meiner Stufe war es halbwegs der Fall. Da gibt es dann einerseits die Sorte Menschen die einen zu nahen Bezug zu einem suchen, den sie unalkoholisiert so nicht aufsuchen würden, dann widerum diese, die ihren Drang nach Aufmerksamkeit befriedigen müssen – egal ob durch negative oder positive Geschehnisse und dann wieder diejenigen, die einfach nur reden reden reden reden und nicht merken, was für einen Stuss sie da von sich geben bzw., wie die Mitmenschen bereits genervt sind. Und das Beste: Die meisten dieser Ethanolopfer sind Wiederholungstäter. So kann eine wirklich sehr gute Party schon manchmal nur mehr als nervenaufreibend sein. Wieso können sich solche Menschen denn nicht unter Kontrolle halten? Ich schaff es doch auch…. so gut wie immer.

Wie kommt es nur, dass genau heute die Besucherstatistik ihren Hochpunkt erreicht? „Alkohol“ ist wohl ein beliebteres Schlagwort als „Supermarkt“